Die am häufigsten gestellten Fragen:

- Ich möchte gerne mit meinem Hund einmal vorbeischauen, geht das?

Interessierte und Hundehalter haben jederzeit die Möglichkeit mit ihren Hunden bei uns zu Schnuppern und an einem Training teilzunehmen. Formlose Kontaktaufnahme über Telephon oder Email mit der Staffelleitung oder einem Staffelmitglied reicht aus.

- Wie alt muss der Hund mindestens sein, damit ich die Rettungshundeausbildung beginnen kann?

Ein Mindestalter bei uns in der RHS gibt es nicht. Grundsätzlich gilt, je früher desto besser.

- Was ist das Höchstalter des Hundes um die Rettungshundeausbildung noch beginnen zu können?

Wir haben keine Altersgrenze nach oben.

- Ich habe einen 11-jährigen Hund. und möchte gerne mit ihm die Rettungshunde- ausbildung machen um Erfahrungen sammeln zu können für meinen nächsten Hund, geht das?

Auf jeden Fall, wir unterstützen dies gerne.

- Welches Mindest- oder Maximalalter muss der interessierte Hundehalter haben?

Nicht volljährige Hundehalter oder auch Helfer können nach einem Gespräch mit den und nach Zustimmung der Eltern bei uns in der RHS mit der Ausbildung beginnen. Um aber mit in Einsätze gehen zu können, ist Volljährigkeit unabdingbar.
Ein maximales Alter haben wir in der RHS nicht.

- Wie sieht das bei Kindern aus?

Bei Kindern benötigt es vorab ein Gespräch mit Kindern und Eltern. Während der Ausbildung / Übungen erhalten Kinder selbstverständlich einen Kinderbonus.
Man darf aber nicht vergessen, dass die Rettungshundeausbildung kein Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche ist wie ein Fussball-, Schwimm- oder Turnverein, Jugend und Sport oder im Hundesport Jugend und Hund.

- An welchen Tagen und wie oft findet die Ausbildung statt?

Die Rettungshundeausbildung wird vor allem an Wochenenden durchgeführt. Je nach Situation kann es variieren, ob samstags oder sonntags trainiert wird.

- Wie lange dauert ein Ausbildungstag?

Grundsätzlich dauert die wöchentliche Ausbildung von vormittags bis zum späten Nachmittag, die regelmäßige Teilnahme ist (moralische) Pflicht.
Nach der Teilnahme an mehreren Trainings wird man merken, dass sie einen hohen “Suchtfaktor” besitzen und der hohe zeitliche Aufwand schnell gar nicht mehr als Belastung empfunden wird.
Im Einzelfall und bei besonderen familiären o. ä. Situationen / Terminen hat sich bislang jedesmal eine für alle zufriedenstellende Regelung gefunden.

- Warum kann die Rettungshundeausbildung nicht während der Woche stattfinden?

Die Rettungshundeausbildung ist sehr zeitaufwändig. Für die Hauptausbildung benötigen wir jeweils den ganzen Tag. Da bleibt uns nur das Wochenende, vor allem der Samstag.

- Wo finden die Trainings statt?

Die Trainings / Ausbildungen finden auf verschiedenen wechselnden Geländen, bei jeder Witterung, im wesentlichen in den Landkreisen DGF, LA, SR,  DEG, und PAN statt. Die Staffelmitglieder erhalten wöchentlich eine E-Mail, in der jeweils der Treffpunkt für die Ausbildung bekanntgegeben wird.

- Wie lange dauert die Ausbildung?

Die “Grundausbildungszeit” dauert in der Regel bis zu 3 Jahren. Die Weiterbildung und Festigung geht bis zur “Pensionierung” oder bis zum Tod des Hundes.

- Muss man Tests und Prüfungen absolvieren?

Ja - denn wir wollen ja eine neutral überprüfte Qualitätssicherung und uns nicht selbst belügen.

- Was ist, wenn ich einen Test oder die Prüfung nicht bestehe?

Generell kann man Tests und Prüfungen wiederholen. Bei mehrmaligem Nichtbestehen wird das Problem und weitere Vorgehen oder die Eignung des Hundeführers oder Hundes zum zukünftigen Rettungshundeführer individuell im Einzelfall besprochen werden.

- Welche Hunderassen sind geeignet?

Alle Hunderassen bzw. Mischlinge, die ein menschenfreundliches, offenes Wesen besitzen, können in die Ausbildung zum Rettungshund gehen.

- Sind z.B. Labradore, Deutsche Schäferhunde, oder Golden Retriever besonders geeignet?

Nein.

- Welche Hunderassen sind weniger oder gar nicht geeignet?

Extrem kleine oder grosse Hunde, z.B. Yorkshire Terrier, Teckel (Dackel), Chihuahua, Nackthunde, alle Toys-Hunderassen, Bulldog, Doggen, Mastino Neapolitano, tun sich bei Suche schwerer - generell muss darüber aber im individuellen Einzelfall entschieden werden

- Ich war in einer anderen Organisation, die meinen mein Hund sei nicht geeignet als zukünftiger Rettungshund! Was soll ich tun?

Wenn man wirklich den Wunsch verspürt, mit seinem Hund im Rettungshundebereich zu arbeiten, dann lohnt es sich immer, bei einer anderen Organisation eine Zweitmeinung einzuholen - Sie sind also gerne eingeladen!

- Mein Hund ist so herzig und besonders lieb, er wird sicher ein guter Rettungshund!

Lieb und schön sind keine Kriterien für einen zukünftigen Rettungshund, es sind andere Fähigkeiten gefragt - scheuen Sie sich aber nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen.

- Welche Fähigkeiten / Anforderungen soll der Hund haben um ein Rettungshund zu werden?

Gute Gesundheit, körperliche und psychische Belastbarkeit (robustes Nervenkostüm), Wesenssicherheit, Lauf- und Spielfreude, Arbeitswille, Suchfreude, Mut, er sollte selbständig und doch führig sein

- Welche Fähigkeiten / Anforderungen braucht es für den Hundebesitzer um Rettungshundeführer/in zu werden?

Gute Gesundheit, körperliche und psychische Belastbarkeit, Teamgeist (am gleichem Strick ziehen), Hilfsbereitschaft, Zeitaufwand, Geduld, Wetterfestigkeit (Regen, Kälte, Hitze,) keine Platzangst, Grundkenntnisse über Hunde und vor allem Lernbereitschaft.
Über evtl. vorhandene körperliche Handicaps sollten wir im Einzelfall sprechen - sie sind kein genereller Ausschließungsgrund.

- Was ist, wenn mein Hund eine Schwäche der oben genannten Fähigkeiten die ein Hund haben soll, zeigt / hat?

Auch hier lohnt es sich, Rat und Meinung einzuholen. Je nach Schwachpunkt kann dieser mit Spezialübungen aufgearbeitet / korrigiert werden.
Man darf aber nicht vergessen, dass es Grenzen gibt.

- Kann ich mit meinem Hund, der im Hundesport Schutzdienst macht, die Rettungshundeausbildung machen?

Im Einzelfall mag das möglich sein - ein paralleles Arbeiten in beiden Bereichen ist allerdings generell ausgeschlossen.

- Ich arbeite Schicht, kann ich trotzdem die Rettungshundeausbildung machen?

In der RHS grundsätzlich ja. Man darf aber nicht vergessen, dass nur regelmässiges Üben den gewünschten Erfolg bringt.

- Ich habe ein Geschäft und muss manchmal an Wochenenden arbeiten, kann ich trotzdem die Rettungshundeausbildung machen?

s. o.

- Wie viele Hundebesitzer erreichen das Ziel?

Bislang haben von den Hundeführer(inne)n, die regelmäßig trainiert und durchgehalten haben, über 90% die Prüfungen bestanden.

- Ich liebe Hunde, und möchte mich als Ausbildner/in für die Rettungshundeausbildung ausbilden lassen. Wo kann ich mich anmelden, oder wo erhalte ich weitere Informationen?

Man kann keine Ausbildung machen oder Kurse besuchen um Ausbildner/in zu werden. Den Status Ausbildner/in  kann man nur erreichen, wenn man selber Hunde im Rettungshundewesen geführt hat. Die besten Voraussetzungen sind im Minimum 2 geführte Hunde, erst dann hat man genügend Erfahrung und Erkenntnisse was es bedeutet, einen Rettungshund auszubilden.

- Ich bin Tierarzt, Tierpfleger/in, erhalte ich einen besonderen Status?

Tierärzte, Tierpfleger/innen etc., sind in ihren Berufen Fachpersonen. Bei der Rettungshundeausbildung müssen sie genauso von vorn die Ausbildung beginnen und sind gleichgestellt mit den anderen Hundeführer/innen. Mit ihren individuellen fachlichen Qualifikationen stellen sie auf ihrem Gebiet aber eine herausragende Bereicherung für die gesamte Staffel dar.

- Ich bin Polizei-, Zoll-, Militärhundeführer/in, erhalte ich einen besonderen Status?

Nein, auch ein/e Hundeführer/in muss sich in die Gruppe integrieren und am gleichem Strick ziehen. Die Ausbildung, welche die Hundeführer/innen während der Dienstzeit haben, wird sich während der Ausbildung aber in der Regel vorteilhaft bemerkbar machen.

- Ich möchte meinen Beruf wechseln und zwar als Rettungshundeausbilder/in.
Wo kann ich mich hinwenden?

Den Beruf Rettungshundeausbilder/in gibt es nicht. Die ganze Rettungshundeausbildung wird in der Freizeit als Hobby ausgeführt, wo jede/r sich freiwillig und ehrenamtlich zur Verfügung stellt.

- Wenn ich die Rettungshundeausbildung mache, bekomme ich einen besseren Status in der Öffentlichkeit, Behörden, Polizei, Veterinäramt etc. und bei einem allfälligen Wesenstest?

Nein. Es werden alle gleich behandelt.

- Wenn mein Hund während Training, Übung oder Einsatz verunfallt, wer bezahlt die Tierarztrechnung?

Die Rettungshundeausbildung läuft auf freiwilliger Basis. Für  Unfälle muss jeder Hundebesitzer die Kosten leider selber tragen.

- Wenn ich als Hundebesitzer/-führer während Training, Übung oder Einsatz einen Unfall erleide, wer bezahlt?

Jedes Mitglied der RHS ist bei allen Tätigkeiten in und für die Staffel im Rahmen der gesetzlichen Unfallversicherung - einschließlich Wegeunfall - unfallversichert.

- Welchen Betrag muss ich investieren um die Rettungshundeausbildung zu
beginnen?

Eigentlich gehört zu jedem Hundebesitzer - ob er mit seinem Hund arbeitet oder nicht - gute Kleidung, Taschenlampe und gutes Schuhwerk. Dann benötigt er Spielzeug / Beisswurst / Dummy, Leckerli, Wassernapf, Rucksack und Plastikdosen. Dieses Material kann man kostengünstig einkaufen.
Erst, wenn man sich sicher ist, dass man die Rettungshundeausbildung weiter ausüben will, kann man step by step weitere Utensilien einkaufen, so können die Ausgaben nach und nach gemacht werden.

- Wenn mein Hund in den Trümmern arbeitet, bekommt er dann besonders
schnell Arthrose?

Wenn er vorher gesund ist - definitiv nein.