Ob man will oder nicht - maches Mal muss man gehen lassen:

Tenkes - everybody´s darling

Tenkes (kurzhaariger Magyar Vizsla),

im Jahr 2005 aus dem Tierschutz zu Pauli und Vanessa gestoßen, war er bei den Trainings grundsätzlich mittendrin und dabei.
Als Senior mit ausgeprägter Persönlichkeit hat er alle Herzen im Sturm erobert - wenn auch nicht mehr ernsthaft auf dem Weg zum Rettungshund hat er trotzdem im Rahmen seiner körperlichen Möglichkeiten immer als vierbeiniges Staffelmaskottchen mittrainiert und mit ganzer Kraft gegen das angekämpft,
was seinen Körper zu zerstören drohte.

Am Dienstag, 27. November 2007 um 10 Uhr hat er diesen Kampf verloren.
Wer ihn kannte, wird Tenkes niemals vergessen . . .

Kira

Kira (Jagdhundmix),

2001 lief sie Martina als 10 Wochen junger Welpe zufällig im Tierheim über die Füße (und das im wahrsten Sinne des Wortes) und eroberte mit ihren Wesen Martinas Herz im Sturm.
Mit ihr stieg Martina, deren Herz eigentlich mit der Jägerei fest verwachsen ist, 2007 in die Rettungshundearbeit ein und ist seitdem gleichzeitig überzeugtes Mitglied der Jägerschaft und der Rettungshundestaffel.

Kira durchlief die Ausbildung zum Flächensuchhund erfolgreich bis hin zur  Prüfung, bis sie zweieinhalb Jahre später vom Krebs eingeholt innerhalb kürzester Zeit ihre gesamte Kraft verlor.
Am Samstag, dem 09. Oktober schlief Kira zuhause in Martinas Arm friedlich ein. Wir werden immer an sie denken . . .

Freya

Freya (Magyar Vizsla-Mix),

ist ein ganz besonderes Kapitel im Leben der Familie Rücker und in der Staffel.
1999 gewölft, war sie bis 2004 ein verwöhntes, extrem pflegeleichtes, menschenfreundliches Weichei, das als Familienhund mit ein wenig Agility und Dummyarbeit ihr Leben lebte.
Dornenbüsche, Regen oder gar Schnee waren Dinge, die sie am liebsten durch das Fenster beobachtete, Bellen war ein völliges Fremdwort für sie.

Mehr aus Spaß als mit ernsthafter Absicht kam sie dann einmal mit zum Training und sollte jetzt auf einmal verbellen.
2 Stunden intensiver Arbeit hat es gedauert, dann war der Knoten geplatzt.
Freya entpuppte sich als Senkrechtstarter, deren Lebensinhalt sich auf einmal vollkommen änderte. Menschensuche war das, wofür sie lebte, und auf das sich plötzlich ihr gesamtes Leben fokussierte.
Keine Suche war ihr zu einfach, keine war ihr zu schwierig. Dornen, Dreck, Hitze und Kälte interessierten bei der Suche das ehemalige Sensibelchen Freya nicht mehr und alle Prüfungen erledigte sie im Vorbeimarsch. Selbst Leckerlies und Spielzeug waren ihr egal - der gefundene Mensch zählte und sonst nichts.
Aber leider hat alles seinen Preis.
Im Sommer 2009 wurde klar, dass auch Freya nach und nach innerlich aufgefressen würde - ihr Lebenswille war blieb ungebrochen.
Zwei Jahre lang schaffte sie es, dem Krebs Paroli zu bieten und brachte trotz ständig wachsender Tumore jedes Wochenende bei den Trainings Leistungen, die die Tierärzte nur ungläubig die Köpfe schütteln ließen.
Das Leben für die Menschensuche war es, was Freya am Leben hielt und sie bis zuletzt kämpfen und die Zweibeiner um sie herum hoffen ließ.
Am Sonntag, dem 15. Mai 2011 absolvierte Freya mit der gesamten Staffel ihr letztes Training, fünf Tage später musste sie sich geschlagen geben.
Am Freitag, dem 20. Mai ging Freya ihren letzten Gang, nachdem sie bis zuletzt gekämpft hatte.
Wer sie mit ihrem überdrehten und völlig bescheuerten menschenfreundlichen Wesen kennengelernt hat, der wird sie immer im Herzen behalten.

Ivo - Istvan von Haus Schladern

Ivo (Istvan von Haus Schladern)
(drahthaariger Magyar Vizsla),

ist 2006 im Alter von einem Jahr als Nachfolger des durch Autounfall getöteten Drahthaarvizsla Cudar ins Rücker´sche Rudel und in Andreas Herz gestoßen.

Ursprünglich als Zuchtrüde in einer renommierten jagdlichen Leistungszucht vorgesehen, musste er bei der Ankörung auf Grund eines fehlenden Backenzahns aus der

Zucht genommen werden. Pech für die Züchterin - großes Glück für Andrea.

Bei der Begutachtung durch den damaligen “Obersachverständigen” des BRK der Rettungshundeausbildung wurde Ivo durch diesen innerhalb einer halben Stunde als “gerade mal tauglich für den Abdecker” klassifiziert und “nicht wert, einen weiteren Tag an ihn in der Rettungshundeausbildung zu verschwenden”.
Aus der Organisation ausgetreten und in einer freien Staffel mit Methoden ausgebildet, die die Eigenheiten jeder Rasse berücksichtigen, avancierte Ivo zum Senkrechtstarter, der jeden Kundigen, der ihn als geprüften Rettungshund in Fläche und Trümmern beobachten konnte, zutiefst beeindruckt hat.
Seine Erfolge bei verschiedensten Einsätzen unterstreichen seine Qualitäten nachhaltig, wobei er bei aller Kompromisslosigkeit während der Suche im “Zivilleben” ein absolut verschmuster und sensibler Bursche war und bis zuletzt geblieben ist.

Leider hat ihn die letzten Jahre eine ebenso seltene wie bestialische Krankheit, die Vizsla-Myositis, gepackt und letztendlich niedergerungen.
Eine Krankheit, die derzeit fast völlig unerforscht und noch unheilbar ist und bei der sich nach und nach die gesamte Kopf-/Kaumuskulatur bis einschließlich der Speiseröhrenmuskulatur abbaut, so dass der Hund im Endstadium nicht mehr Kauen und Schlucken kann und irgendwann förmlich verhungert.
Im November 2012 war es soweit und Andrea musste Ivo am Samstag, dem 24. bei seinem letzten Gang begleiten.

Run free Ivo!

Eira

Eira
(kurzhaariger Magyar Vizsla),

im Juli 2000 gewölft wurde Eira ursprünglich auf Grund ihres extrem schreckhaften und unsicheren Wesens von niemandem eine ernsthafte Rettungshundearbeit zugetraut.

So wurde sie 2007 der ideale Trainingshund für unsere Ilka, da sie als 15-jährige Anfängerin in der RH-Arbeit im Grunde an dieser Hündin Erfahrungen sammeln konnte ohne etwas “kaputt zu machen”.

Das dachten wir damals alle und wurden von dem Gespann Ilka / Eira nach und nach eines Besseren belehrt.
Mit ihrer extrem ruhigen und ausdauernden Art schaffte es Ilka verborgene Fähigkeiten aus Eira herauszulocken und ihr mit wachsenden Fähigkeiten eine nach und nach wachsende Selbstsicherheit und Souveränität mitzugeben, so dass sich die beiden aneinander zu einem wirklichen Dreamteam entwickelten.

In den vergangenen zwei Jahren baute Eira gesundheitlich immer mehr ab, ließ es sich aber nicht nehmen, bis zum Schluß an jedem Staffeltraining aktiv teilzunehmen und als Grand Dame zu begleiten.
Am Donnerstag, dem 22. Mai 2014 war es dann leider so weit und sie schlief, begleitet von Andrea und ihrer langjährigen Freundin Ilka, auf dem Tisch der Tierärztin friedlich ein.
Mit Eira ging die Letzte der Vierbeiner “der ersten Stunde”,

machs gut altes Mädchen . . .


andere Abschiede fallen leichter - auch wenn sie Lücken hinterlassen:

Daniela Gruber
Magyar Vizsla Piri
Buddy

Daniela Gruber musste der beruflich bedingten hündischen Doppelbelastung Tribut zollen.

Da sie ihr Beruf als Diensthundeführerin beim Zoll immer mehr in Anspruch nimmt und ihre Buddy auch immer älter wird, hängte sie Ende 2007 ihr “Hobby” Rettungshundearbeit widerwillig an den Nagel.

Alles Gute für die Zukunft Dani!

Frank Wenzig

Frank Wenzig mit seiner Piri

rief es beruflich im Herbst 07 in den nördlichen Schwarzwald.

Die gesamte Staffel wünscht ihm für die berufliche wie private Zukunft alles Gute!

Spangler, Eigner

Petra und Peter Eigner mit Spike und Murphy

verließen im August 08  die Staffel aus persönlichen Gründen.

Wir wünschen ihnen für die berufliche, private und “rettungshundlerische” Zukunft alles Gute!

Horst Spangler
beendete Ende August 08 seine aktive Staffelarbeit.
Horst und Tochter Melanie, die ihre Arbeit mit Roy dadurch vorerst ebenfalls beenden wird, alles erdenklich Gute für ihre private und berufliche Zukunft.
Horst ein großes Dankeschön für sein vermitteltes Know How und seine Anschubarbeit für die Staffel Isar-Ost.

Michael Kunze

Michael Kunze

musste im Januar 2010  die Staffel aus privaten Gründen verlassen.

Wir wünschen ihm für die berufliche und private Zukunft alles Gute und die Möglichkeit, “rettungshundlerisch” weiter tätig zu sein.