Der Rettungshund im Dienste des Menschen

Die ersten Hunde, die gezielt zur Suche nach Menschen eingesetzt wurden, waren Lawinenhunde - fast jedem bekannt ist Barry vom großen St. Bernhard, der von 1800-1812 über 40 Menschen vor dem Erfrieren rettete.
Der "Thiermaler" Jean Bungartz gründete 1890 den "Deutschen Verein für Sanitätshunde" und verfasste 1892 das Buch: "Der Hund im Dienste des Roten Kreuzes". Die Aufgabe des Hundes war es, verwundete Soldaten in unwegsamen und unüberwindlichen Gelände zu suchen und zu finden.
Die Sanitätshunde waren die ersten Flächensuchhunde

In den letzten Jahren des zweiten Weltkriegs wurde in England die Idee geboren, Hunde für die Suche nach verschütteten Menschen unter Trümmern auszubilden und einzusetzen. Die vier erfolgreichsten Hunde halfen, 35 Menschen lebend und 170 Tote zu bergen. Diese ersten Trümmersuchhunde wurden zum Dank mit der Dikkin- Medaille und dem Victoriakreuz für Tiere ausgezeichnet.

In der Bundesrepublik bildete der "BLSV" (Bundesluftschutzverband),
später umbenannt in "BVS" (Bundesverband für den Selbstschutz),
von 1953 bis 1973 Hunde zur Trümmersuche für den Verteidigungsfall aus.
Ab 1973 übertrug der Bund die Kompetenz für den Zivilschutz den Bundesländern - die bisherigen Finanzmittel des Bundes wurden damit ersatzlos gestrichen.
Erst Katastrophen wie die Erdbeben in Friaul (Italien 1976), Bukarest (Rumänien 1977), Armenien (ehemalige UdSSR 1988) und andere mussten die Notwendigkeit von Rettungshunden aufzeigen.